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Hoffmann, Melchior - Concerto ex Dis für Horn (Lund 2)

Art.Nr.:
ROM 013b
Ausgabe:
Klavierauszug, Art.Nr.: ROM 013b
Partitur, Art.Nr.: ROM 013a
Orchesterstimmen, Art.Nr.: ROM 013 ( + 7,00 EUR )
15,00 EUR
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Die umfangreichste Quelle für Hornmusik aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist eine heute in der Universitätsbibliothek von Lund Schweden aufbewahrte handschriftliche Sammlung der Akademischen Kapelle. Viele der darin vertretenen Komponisten waren auf die eine oder andere Weise mit dem Dresdner Hof verbunden, und es ist möglich, daß es sich bei dem Kopisten um einen Hornisten handelte, der diese Stadt besucht hat.

Liste der Hornkonzerte der Sammlung Lund (klick)
In der Sammlung Wenster werden 18 ( und nicht wie immer angegeben 17) Konzerte für Horn aufgeführt, in der Originalbezifferung der Sammlung sind das:
Nr. 1 Schultz - Concerto ex Dis für Horn, Traversflöte, Violine und Basso
Nr. 2 Anonym (Hoffmann) - Concerto ex Dis für Horn, 2 Oboen und Streicher
Nr. 3 Quantz (C.G. Fischer?) - Concerto ex Dis für Horn und Streicher
Nr. 4 Anonym - Concerto ex Dis für Horn, 2 Oboen und Basso
Nr. 5 Förster - Concerto ex Dis für Horn und Streicher
Nr. 6 Anonym - Concerto für Horn, Oboe d`amore und Basso
Nr. 7 Graun - Concerto ex D für Horn, Oboe d`amore und Basso
Nr. 8 Graun - Trio ex D für Horn, Violine und B.c
Nr. 9 Quantz - Concerto für Horn, Oboe und Streicher
Nr.10 Knechtel - Concerto ex D
Nr.11 Knechtel - Concerto ex Dis
Nr.12 Förster - Concerto ex Dis
Nr.13 Anonym (Hampel?) - Concerto ex D für Horn und Streicher
Nr.14 Röllig - Concerto ex Dis für Horn und Streicher
Nr.15 Röllig - Concerto ex D für Horn und Streicher
Nr.16 Graun - Concerto ex D für Horn und Streicher
Nr.17a Reinhardt - Concerto ex Dis für Horn und Streicher
Nr.17b Gehra - Concerto ex D für Horn und Streicher

Concerto del Sign. Hoffman
      2. Concerto a 7 /    Corne de Chasse , Violino primo, Violino secundo, Hautbois primo, Hautbois secundo, Viola et Basso continuo ex Dis

so lautet der originale Titel des Werkes.
In der SLUB Dresden wird das Werk im Manuskript verwahrt. Der Kopist des Werkes war kein geringerer als Johann Joachim Quantz. Auch er wird auf dem Titelblatt mit J.J.Quantus vermerkt.
Wer ist nun Sign. Hoffman?  Zwei Komponisten kommen dafür in Frage
Georg Melchior Hofmann  (1685 - 1715) Organist und Musikdirektor an der Neukirche in Leipzig, am collegium musicum und an der Oper in Leipzig. Er war in den ersten zwei Ämtern Nachfolger von Telemann ab 1704.Erzogen wurde er als Kapellknabe in Dresden  und leitete in Leipzig das öffentliche Konzert und das Operntheater. Während einer längeren Englandreise  vertrat ihn  in seinen Ämtern Johann Georg Pisendel, der später ein gefeierter Geigenvirtuose in Dresden wurde.
Johann Georg Hoffmann  (1700 - 1780)   war Organist in Breslau und schrieb über 400 Concertos. In seiner Jugend erlernte er neben Gesang und Orgel auch Trompete und Horn.
Dieses Konzert findet sich auch als Abschrift in der Sammlung Wenster J 1 - 17 in Lund/Schweden. Dort ist kein Komponist angegeben, auch wird nur eine Oboe verwand, die mit concertato noch umschrieben ist.

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