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Hoffmeister, Franz Anton - Konzert Nr.1 für 2 Hörner E-Dur

Art.Nr.:
ROM 027
Ausgabe:
Klavierauszug, Art.Nr.: ROM 028b
Partitur, Art.Nr.: ROM 028a ( + 2,00 EUR )
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Franz Anton Hoffmeister (1754 - 1812)

Biografie Hoffmeisters (klick)
Franz Anton Hoffmeister wurde 1754 in Rottenburg am Neckar geboren. Als achtes von insgesamt elf Kindern seines Vaters Martin Hoffmeister und dessen Ehefrau Regina geborene Nadler, wuchs Franz Anton bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr in Rottenburg auf. Sein Urgroßvater Sebastian Hoffmeister war um das Jahr 1648 Bürgermeister der Stadt. Franz Anton Hoffmeister ging im Jahre 1768 nach Wien, zunächst um Jura zu studieren, wandte sich dann aber der Musik zu. In der Folgezeit sollte Hoffmeister zu einem namhaften Komponisten im Schattenwurf der „Großen" Mozart, Beethoven und Haydn, und zu einem wichtigen Verleger u.a. dieser Klassiker werden. Ludwig van Beethoven, dessen berühmte „Pathetique"- Klaviersonate op.13 Hoffmeister als erster verlegte, nannte ihn einmal einen „Bruder in der Tonkunst". Sein persönlicher Freund Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Klavierquartett KV 478 zuerst bei ihm verlegt wurde, schätzte ihn sehr, bettelte Hoffmeister immer mal wieder um Geld an und widmete ihm gar ein „Hoffmeister-Quartett" KV 499. Joseph Haydn, von dem er ebenfalls Kammermusiken verlegte, durfte sich von Hoffmeister in einem Brief an dessen Kompagnon gar einen „geizigen Caracter" nennen lassen... Um die Jahrhundertwende war Hoffmeister Mitbegründer eines Musikverlages in Leipzig, aus dem nach dem Tode seines Kompagnons A. Kühnel der noch heute berühmte Verlag C.F.Peters hervorging. Hoffmeister war als Komponist sehr produktiv: er komponierte fast siebzig Sinfonien, viele Serenaden, einige Konzerte und unzählige Kammermusiken in allen denkbaren und manch ausgefallenen Besetzungen, sowie einige weltliche und geistliche Vokalkompositionen, darunter die in seiner Zeit bekannte Oper „Der Königssohn von Ithaka" mit dem Text von Emanuel Schikaneder. Sein Schaffen umfaßt mehrere hundert Werke, die noch nicht zu einem Werkverzeichnis zusammengefaßt wurden, das als vollständig bezeichnet werden könnte. Das bekannte Konzert für Viola und Orchester in D-Dur ist Pflichtstück für alle Bratscher, die heutigentags um die Aufnahme in ein Berufsorchester vorspielen möchten. Neben der Viola ist die Musik Hoffmeisters heute auch im Standardrepertoire bei Flötisten und Klarinettisten und bei vielerlei Besetzungen im Bereich der Kammermusik. Franz Anton Hoffmeister konnte und wollte sich auch nicht Takt um Takt abringen, um vielleicht etwas Großes für seine Nachwelt zu hinterlassen. Er schrieb mit leichter Feder für das Jetzt und Heute, und versuchte den Geschmack des Publikums zu treffen. Insgesamt ist Franz Anton Hoffmeister als einer der bemerkenswertesten, geschicktesten und produktivsten Komponisten gehobener, kunstvoller Unterhaltungsmusik seiner Zeit zu sehen. Franz Anton Hoffmeister starb 1812 in Wien.

Die beiden Konzerte stammen aus dem Nachlass Franz Zwierzina`s und gingen per Kauf ( 1858) an die Bibliothek des Fürstenhauses Öttingen-Wallerstein..

Am Hofe zu Wallerstein waren die Hornisten eines der Aushängeschilder der Hofmusik, die besten Virtuosen waren für das Orchester verpflichtet oder konzertierten hier, so spielten die Hornisten Palsa und Türrschmidt ( letzter  war zeitweise auch angestellt) und hatten die Hornisten  Nisle, Nagel, Zwierzina, Hiebesch, Domnich eine Anstellung.

Besonderer Wert wurde auf das solistische Duospiel gelegt, mit der solche Solisten wie Nagel und Zwierzina eine über aus virtuose Perfektion erreicht haben müssen.  So komponierten, neben reinen Solostücken, die Komponisten Hoffmeister, Rosetti, Amon, Witt, Hiebesch, Feldmayr und andere, Werke für 2 Hörner und Orchester.


      Konzert Nr.1 für 2 Hörner und Orchester E-Dur

- Erstdruck -
Franz Anton Hoffmeister lernte wohl die beiden Wallersteiner Hornisten Joseph Nagel und Franz Zwierzina schon in Ihrer 1.Anstellung kennen. In Wien waren beide Hornisten beim Prinz von Palm ab 1780 angestellt worden. Im Titel des 1. Konzertes von Hoffmeisters wird dies noch einmal mit erwähnt, zu diesem Zeitpunkt (1792) waren beide aber schon lange Jahre in Wallerstein angestellt. Der Titel des 1. Konzert lautet:

Concerto in E:Dur / per il Stromenti / Due Violini / Due Oboe / Due Corni / Viola, et Basso / Del Sig: Hoffmeister.
Composés le 17 eme Decembr. 1792 A Vienne / pour Messieurs Nagel et Zwirzina / Musiciens de la Cour de son alte [esse le Prince ] de Palm

Möglich ist, das die beiden Hornisten auch gelegentlich nach Wien ausgeborgt wurden, dies würde das späte Datum erklären. Im Werk selber findet sich ein Mozartzitat von Hoffmeister. Es werden die Takte 97 und 105 des Solohorn des Hornkonzertes KV 495  zitiert, allerdings anders weitergeführt. Eine Verbeugung vor Mozart, dessen Hauptverleger Hoffmeister war?

Am Ende der Abschrift dieses Konzertes finde sich ein weiterer Eintrag:  Johanes Nages und A. Zwirzina in Wallerstein Blasen es 1805 . Johannes Nagel war der Sohn des 1802 verstorben Hornisten Joseph Nagel., mit A. Zwirzina könnte Joseph Anton Alois Zwierzina gemeint sein, beide waren nach Ihren Vätern als Hornisten in Wallerstein angestellt, Johannes Nagel z.B. ab 1805.


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Franz Anton Hoffmeister

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