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Hoffmeister, Franz Anton - Romance für 3 Hörner und Orchester

Art.Nr.:
ROM 035
Ausgabe:
Klavierauszug, Art.Nr.: ROM 035b
Partitur, Art.Nr.: ROM 035a ( + 3,00 EUR )
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Franz Anton Hoffmeister (1754 - 1812)

Biografie Hoffmeisters (klick)
Franz Anton Hoffmeister wurde 1754 in Rottenburg am Neckar geboren. Als achtes von insgesamt elf Kindern seines Vaters Martin Hoffmeister und dessen Ehefrau Regina geborene Nadler, wuchs Franz Anton bis zu seinem vierzehnten Lebensjahr in Rottenburg auf. Sein Urgroßvater Sebastian Hoffmeister war um das Jahr 1648 Bürgermeister der Stadt. Franz Anton Hoffmeister ging im Jahre 1768 nach Wien, zunächst um Jura zu studieren, wandte sich dann aber der Musik zu. In der Folgezeit sollte Hoffmeister zu einem namhaften Komponisten im Schattenwurf der „Großen" Mozart, Beethoven und Haydn, und zu einem wichtigen Verleger u.a. dieser Klassiker werden. Ludwig van Beethoven, dessen berühmte „Pathetique"- Klaviersonate op.13 Hoffmeister als erster verlegte, nannte ihn einmal einen „Bruder in der Tonkunst". Sein persönlicher Freund Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Klavierquartett KV 478 zuerst bei ihm verlegt wurde, schätzte ihn sehr, bettelte Hoffmeister immer mal wieder um Geld an und widmete ihm gar ein „Hoffmeister-Quartett" KV 499. Joseph Haydn, von dem er ebenfalls Kammermusiken verlegte, durfte sich von Hoffmeister in einem Brief an dessen Kompagnon gar einen „geizigen Caracter" nennen lassen... Um die Jahrhundertwende war Hoffmeister Mitbegründer eines Musikverlages in Leipzig, aus dem nach dem Tode seines Kompagnons A. Kühnel der noch heute berühmte Verlag C.F.Peters hervorging. Hoffmeister war als Komponist sehr produktiv: er komponierte fast siebzig Sinfonien, viele Serenaden, einige Konzerte und unzählige Kammermusiken in allen denkbaren und manch ausgefallenen Besetzungen, sowie einige weltliche und geistliche Vokalkompositionen, darunter die in seiner Zeit bekannte Oper „Der Königssohn von Ithaka" mit dem Text von Emanuel Schikaneder. Sein Schaffen umfaßt mehrere hundert Werke, die noch nicht zu einem Werkverzeichnis zusammengefaßt wurden, das als vollständig bezeichnet werden könnte. Das bekannte Konzert für Viola und Orchester in D-Dur ist Pflichtstück für alle Bratscher, die heutigentags um die Aufnahme in ein Berufsorchester vorspielen möchten. Neben der Viola ist die Musik Hoffmeisters heute auch im Standardrepertoire bei Flötisten und Klarinettisten und bei vielerlei Besetzungen im Bereich der Kammermusik. Franz Anton Hoffmeister konnte und wollte sich auch nicht Takt um Takt abringen, um vielleicht etwas Großes für seine Nachwelt zu hinterlassen. Er schrieb mit leichter Feder für das Jetzt und Heute, und versuchte den Geschmack des Publikums zu treffen. Insgesamt ist Franz Anton Hoffmeister als einer der bemerkenswertesten, geschicktesten und produktivsten Komponisten gehobener, kunstvoller Unterhaltungsmusik seiner Zeit zu sehen. Franz Anton Hoffmeister starb 1812 in Wien.


      Romance für 3 Hörner und Orchester

 Dieses kleine Stück wird im Kapellarchiv der ehemaligen Hofkapelle zu Meiningen aufbewahrt und gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Konzert für 3 Hörner. In Meiningen, so berichtet die Allgemeine Musikalische Zeitung 1811, waren die Hornisten Göpfert und Domnich angestellt. Beide waren Meister ihres Fachs, Domnich wird als Spieler des Waldhorns " ... auf dem er wohl nicht leicht übertroffen werden kann." geschildert. Sein Bruder war auch ein ausgezeichneter Hornist, Komponist  und Lehrer am Pariser Conservatoire.  Schliesslich gab es auch noch Hornkompositionen vom Hornisten  Göpfert.

Das diese Hornisten das Werk Hoffmeisters spielten, ist bewiesen, 1801 spielten sie in einen Concert in Leipzig:

3.11.1801    Concert der Herzogl. Sächs. Meinigenschen Kammermusici Domnich, Kleimenhagen und Hildebrand im Saal des Hotel de Saxe

            Trio-Concert von Hoffmeister für 3 Waldhörner
             Trios für Waldhörner

Ein solche Konzert wurde in der Darmstädter Bibliothek aufbewahrt und verbrannte 1944. Erhalten hat sich eine Katalogkarte dieses Werkes.

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Katalogkarte

Von einem ebensolchen Konzert Hoffmeisters für 3 Hörner, das die Söhne des Haydn-Hornisten Thaddäus Steinmüller um 1780 in Hamburg spielten,  wird bei C.F. Pohl ( J. Haydn 1.Band )  berichtet.
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Konzert
Dabei wird das Adagio dieser Musiker besonders gelobt.  Die Abschrift aus Meiningen vermerkt hierzu nichts und ist als solche  vollständig erhalten. Auf jeden Fall eine reizvolle "Neuentdeckung" und Bereicherung der Hornliteratur allemal.
 
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Franz Anton Hoffmeister

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