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Heinichen, Johann David - Concerto F-Dur für 2 Corni da caccia (SeiH 231, HauH I:15)

Art.Nr.:
ROM 278b
Ausgabe:
Klavierauszug, Art.Nr.: ROM 278b
Partitur, Art.Nr.: ROM 278a
Orchesterstimmen, Art.Nr.: ROM 278 ( + 15,00 EUR )
15,00 EUR
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Johann David Heinichen (1683 - 1729)

Concerto con 2 Corni da caccia (Seibel 231, Haußwald I:15)

Johann David Heinichen, geboren am 17. April 1683 in Crössuln, einem Dorf in der Nähe von Weißenfels (heute Sachsen-Anhalt) als Sohn des evangelischen Pfarrers David Heinichen (1652–1719), erhielt seine Ausbildung in Leipzig an der Thomasschule. Er war Schüler der Thomaskantors Schelle und von Johannes Kuhnau, der Organist an der Thomaschule und später (1701) Schelles Nachfolger als Thomaskantor und Universitätsmusikdirektor wurde.
Von 1702 bis 1705 studierte Heinichen in Leipzig Jura. In dieser Zeit spielte er in dem von Georg Philipp Telemann geleiteten Collegium musicum und war auch an Auf-führungen des seit 1693 bestehenden Leipziger Opernhauses beteiligt. Ob Heinichen sich danach in Weißenfels als Rechtsanwalt niedergelassen hat, ist nicht zu belegen. Es fällt jedoch auf, dass er Kontakt zu den am Weißenfelser Hof wirkenden Johann Philipp Krieger (1649–1725) und Gottfried Grünewald hatte. Im Auftrag Samuel Ernst Dobrichts, des Leipziger Operndirektors, komponierte Heinichen einige  Opern. Zusätz-lich übernahm er die Leitung des von Johann Friedrich Fasch 1708 neu begründeten Collegium musicum im Lehmannischen Kaf-feehaus am Markt und schrieb das Musiktraktat Neu erfundene und gründliche Anweisung … zu vollkommener Erlernung des General-Basses, das 1711 veröffentlicht wurde. In diesen "Neu erfundene und gruendliche Anweisung" war zudem der Quintenzirkel (bereits 1710 entwickelt und publiziert) integriert, welcher auf Heinichens Gedanken basiert.
1709 fand Heinichen Anstellung beim Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz.
Noch im selben Jahr reiste Heinichen nach Italien, über diese Reise ist nur wenig zu erfah-ren, in Venedig lernte ihn der Tronfolger Kur-prinz Friedrich August, später Kurfürst Fried-rich August II. von Sachsen (1696–1763) kennen.
1717 resultierte daraus seine Anstellung am Dresdner Hof als Hofkapellmeister. In dieser Eigenschaft komponierte er zahlreiche Werke (Messen, Kantaten, Concerti) die den Erfordernissen des Dresdner Hofes entsprachen. An Tuberkulose leidend, kränkelte er oft und musste sich von seinen Kollegen Jan Dismas Zelenka und Giovanni Alberto Ristori (1692–1755) vertreten lassen. Heinichen hatte 1721 in Weißenfels geheiratet; im Januar 1723 war er Vater eines Mädchens geworden. In seinen letzten Jahren erteilte er Johann Georg Pisendel und Johann Joachim Quantz Kompositionsunterricht. Er starb am 16. Juli 1729 in Dresden und wurde auf dem Johannes-Friedhof beigesetzt.

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