Johannes Andreas Amon (1763 -1825) , so der vollständige Name, wurde 1763 in Bamberg geboren. In seiner Jugend lernte er Gesang bei Fracasini und Violine bei Bäuerle in Bamberg. Etwas später lernte er auch Horn und das bei einem der führenden Hornvirtuosen seiner Zeit, Jan Vaclav Stich, genannt Giovanni Punto. Diesen begleitete er ab 1780 auf seinen Reisen durch Europa, wahrscheinlich als sein Pianist. (In Biographien wird über Amon immer auch angegeben ,das er auch das Piano spielte). Bei einem Parisaufenthalt hatte er Kompositionsunterricht bei Sacchini.
1789 nahm Amon eine Musikdirektorenstelle in Heilbronn an, wo er auch als Verleger tätig wurde.
Am 6.Mai 1817 wird er zunächst als 2.(Gesangs) Direktor am Hofe von Wallerstein angestellt, am 25. August 1817 erhält er dann auch den Kapellmeistertitel den er bis zu seinem Tod 1825 behält.
Johann Andreas Amon
Nekrolog auf Amon Tod in der AMZ aus dem Jahr 1825
Nekrolog auf Amon 1825 Seite 1
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Nekrolog auf Amon 1825 Seite 2
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2 Sextette E-Dur und F-Dur für 2 obligate Hörner, Violine, Viola, Violoncello und Posaune
- Erstausgabe -
Entstanden etwa um 1810 sind diese beiden Sextette den "freres Zwirzina" gewidmet. Damit sind die Söhne des Wallersteiner Hornisten Franz Anton Zwirzinas ( 1751 - 1825) gemeint. Franz Xaver Zwierzina (1786 - 1838) und Joseph Anton Alois Zwierzina (* 1788 - ?) erlernten wie der Vater das Horn und waren auch am Wallersteiner Hof als Hornisten angestellt. Ungewöhnlich ist der Einsatz der Posaune in diesen Sextetten, gibt es doch keinen konkreten Beleg für Posaunisten in Wallerstein. Zudem war die Posaune ein selten besetztes Instrument in der Kammermusik dieser Epoche. Alternativ kann die Posaune auch durch einen Kontrabaß ersetzt werden, dies ist auch durch eine eigene Stimmabschrift in der Vorlage (aufbewahrt unter der Signatur HR III 4 1/2 2° 422 in der Sammlung Öttingen-Wallerstein) belegt.
Beide Sextette erscheinen als Erstausgabe!