Johann Sebastian Demar wurde am 29. Juni 1763 im bayerischen Gauaschach geboren. Er stammte aus einer Musikerfamilie: Sein Vater war Musiklehrer, sein Bruder Joseph Geiger in der Kapelle des Großherzogs von Würzburg.
Demar studierte bei Franz Xaver Richter in Straßburg und wurde dann Organist und Musiklehrer in Weißenburg (Unterelsass). Später reiste er nach Wien und wurde Schüler von Haydn. 1788 ging er nach Paris und ließ sich 1789 als Musiklehrer in Orléans nieder. 1806 gründete er dort die Société des Concerts par Abonnement, die er selbst leitete und die im kulturellen Leben der Stadt eine bedeutende Rolle spielte. Eine Reihe von Jahren leitete Demar die musikalische Ausbildung der Garde Nationale d'Orléans. 1815 wurde er Organist an Saint-Paterne in Orléans, wo er am 25. Juli 1832 starb.
Das Konzert entstand um 1790. Es steht in D-Dur, wobei das Solohorn im Mittelsatz nach F wechselt. Diese Tonart findet sich häufig in der Barockmusik und der vorklassischen Musik (Joseph und Michael Haydn, Graun, Röllig), jedoch selten in der Klassik und der nachfolgenden Romantik. Der Anlage nach lässt sich das Werk der vom Hornisten Frédéric Duvernoy propagierten Lage des „cor mixte“ zuordnen. Ob es für Duvernoy komponiert wurde, kann nur vermutet werden.
Aufgrund des Fehlens exponierter Spitzentöne ist dieses Konzert auch Hornschülern zu empfehlen. Technische Wendigkeit wird dennoch vorausgesetzt.
Orchestermaterial: Streicher 5/5/4/5, Bläser, Solo