Fick ist mit mindestens 26 Konzerten, sechs Barocksinfonien und weiteren Werken in der Musikaliensammlung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin vertreten. Er stammte aus Hamburg-Altona, wo schon seine Vorfahren als Stadtpfeifer wirkten. 1730 wurde am Hof von Schwerin ein „Laquay monsieur Fick“ angestellt, 1740 erscheint er dort noch einmal als Hoforganist. 1743 starb Fick in Schwerin und wurde am 26. Dezember 1743 im Domkreuzgang beigesetzt.
Fick war nicht nur ein fleißiger Komponist, sondern auch ein eifriger Kopist – vor allem vivaldischer Werke, die ihn offenbar besonders begeisterten und von denen zahlreiche Abschriften von seiner Hand überliefert sind. Heute lässt sich nicht in jedem Fall zweifelsfrei unterscheiden, ob es sich um Kopistenabschriften oder um eigene Kompositionen Ficks handelt.
Concerto a 6 für 2 Hörner und 2 Posthörner, 2 Violinen, Viola und Basso continuo
Neben einem Concerto a 4 für Posthorn, Waldhorn und Streicher von Johann Ursinus (Beer), das in einer Abschrift Ficks überliefert ist, handelt es sich hierbei um das zweite Werk der Musiksammlung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern, das mit Posthorn besetzt ist. Die beiden Posthornstimmen sind in den Hornstimmen notiert, was darauf schließen lässt, dass die ausführenden Musiker damals vermutlich beide Instrumente beherrschten.
Für heutige Aufführungen dürften jedoch nur wenige Hornisten in der Lage sein, diese Doppelanforderung zu bewältigen. Es wird daher empfohlen, die beiden Posthornstimmen zusätzlich von Trompetern besetzen zu lassen. Die vorliegende Ausgabe erscheint als Erstdruck.