Diese bezaubernden Nocturnes sind für die kurzzeitig fast ausschließlich in Frankreich beliebte Besetzung Horn und Harfe geschrieben worden. Frederic Duvernoy, gefeierter 1. Hornist an der Pariser Oper, Hornprofessor am Conservatoire und von Napoleon bewundert, war ein Verfechter des „cor mixte“. Dieser bezeichnete in der Kompositionsweise einen recht begrenzten Tonumfang in der Mittellage des Horns – auf besonders spektakuläre Ausflüge in die Höhe und Tiefe wurde verzichtet, das Hauptaugenmerk lag auf der Gesanglichkeit.
Seine drei Nocturnes entstanden nach 1815 und wurden erstmals beim Pariser Verlag Richault verlegt. Duvernoy gibt auf dem Titelblatt an, dass die Harfenstimme von dem mit ihm befreundeten Harfenisten Naderman durchgesehen wurde.
Nocturne Nr. 1
Das Nocturne Nr. 2 wurde bereits mehrfach auf CD eingespielt, so etwa von Sören Hermansson auf seiner CD „Soirée für Horn und Harfe“.