Martin Joseph Mengal
3 Quartette für Flöte, Klarinette, Horn und Fagott op. 19
Die Brüder Mengal werden in der Fachliteratur häufig verwechselt. Es gab Martin-Joseph Mengal (1784–1851) und seinen jüngeren Bruder Jean Mengal (1796–1878) – beide waren Hornisten von Rang. Über Martin Joseph Mengal lassen sich einige biographische Daten finden. Sein jüngerer Bruder Jean erhielt in Paris seine Ausbildung beim Hornisten Domnich und gewann 1814 – ebenso wie sein Bruder bereits 1809 – den 1. Preis des Pariser Conservatoire. Er war 1. Hornist an der Pariser Oper und komponierte ebenfalls für sein Instrument. Die Zuordnung einzelner Kompositionen zu einem der beiden Brüder ist deshalb nicht immer eindeutig möglich.
Die hier edierten Quartette stammen von Martin Joseph Mengal und entstanden noch während seiner Pariser Zeit. Auf dem Titelblatt wird Mengal als 1. Hornist der Königlichen Komischen Oper in Paris genannt. Der Druck der Quartette erschien 1816 beim Pariser Verlag Bochsa.
Die Quartette überzeugen in Komposition und Musikalität auf ganzer Linie. Nicht nur, dass Mengals eigenes Instrument, das Horn, hervorragend gesetzt ist und die Beschränkungen des damaligen Naturhorns fast vergessen lässt – der Komponist überzeugt insgesamt. Umso verwunderlicher ist es, dass Mengals Werke bis heute unverdientermaßen so unbekannt geblieben sind.