Johann Georg Abeltshauser
Quartett op. 2 für 2 Flöten und 2 Hörner
Werke für 2 Flöten und 2 Hörner sind eine reizvolle, aber seltene Besetzung in der Kammermusik. So gibt es von Joseph Haydn 12 Nocturnes für diese Besetzung. Als ROM 067 wurden in der Robert Ostermeyer Musikedition Nocturnes von Wilhelm Anton Lütgen (1781–1857) ediert. Diese wurden 1818 beim Verlag Schott in Mainz im Druck herausgegeben.
Schon etwas früher, im Jahr 1813, erschien das vorliegende Quartett mit dem Titel Quatuor pour deux flûtes & deux cors, Oeuvre 2 von Johann Georg Abeltshauser. Auf dem Titelblatt ist vermerkt, dass er zu diesem Zeitpunkt Premier Cor du Théâtre Français de Strasbourg war. Biografisch ist wenig über ihn bekannt. Sein Sohn war Ignatius Georg Abeltshauser. Dieser wurde 1805 oder 1806 in Arenberg, Département de Rhin-et-Moselle, Französisches Kaiserreich, geboren. Nachdem dieser in einem Duell seinen Gegner getötet hatte, floh er nach Irland, wurde dort ein bekannter Sprachforscher und ordinierte als Priester. 1866 starb er in Dublin.
1805/06 muss Johann Georg Abeltshauser also vor seinem Straßburger Engagement in Arenberg gelebt haben.
Neben seinem vorliegenden Quartett op. 2 veröffentlichte er 1813 bei Schott noch 12 Quartette für 4 Hörner, 6 Quartette op. 3 (ebenfalls für 2 Flöten und 2 Hörner) sowie als Opus 4 ein Quartett für Flöte, Klarinette, Horn und Fagott (neu ediert als ROM 430).