Johann Sobeck
4. Quintett op. 23 für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott (Holzbläserquintett)
Der Komponist Johann Sobeck wurde am 30. April 1831 in Skřipová bei Karlsbad geboren. Ab dem 12. Lebensjahr studierte er am Prager Konservatorium Klarinette bei Franz Tadeusz Blatt und Komposition bei Johann Friedrich Kittl. Nach Abschluss des Studiums 1849 spielte er zwei Jahre lang als Soloklarinettist im Baden-Badener Theaterorchester. Von 1851 bis 1901 wirkte er als 1. Klarinettist der Königlichen Oper Hannover. Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Königlich-Preußischen Kronenorden IV. Klasse und der Herzoglich-Coburg-Gothaischen Verdienstmedaille für Kunst und Wissenschaft in Silber. Johann Sobeck starb 1914.
Sobecks Oeuvre umfasst überwiegend kammermusikalische Werke für die Klarinette. Als großer Verehrer Beethovens – er war unter anderem Mitglied des Beethoven-Zirkels in Boulogne-sur-Mer – ergänzte er dessen unvollendetes Violinkonzert und arrangierte es für die Klarinette.
Zu seinen bedeutendsten Werken zählen wohl die vier Quintette für Bläserquintett.