Federico Fiorillo (1753 – nach 1823)
Quintett für Flöte, Horn, Violine, Viola und Basso
Federico Fiorillo wurde 1753 als dritter Sohn von Ignazio Fiorillo geboren, der Kapellmeister am Braunschweiger Hof war. Er spielte Mandoline, Violine und Viola. 1780 hielt er sich in Polen auf, 1782 in Riga – wahrscheinlich als Korrepetitor – und 1786 lebte er in Paris. Ab 1791 wird er als Violaspieler in England erwähnt.
Das vorliegende Quintett ist das dritte von drei Quintetten für Horn, Flöte oder Oboe, Violine, Viola und Basso, die um 1789 im Verlag Sieber in Paris unter dem Namen des Hornvirtuosen Giovanni Punto erschienen. Beim dritten Quintett steht – klein gedruckt – fairerweise auch der Name Fiorillo. Ob die Komposition in dieser Besetzung original ist, darf bezweifelt werden: Möglicherweise hat Punto sie arrangiert, denn Fiorillo ist eher mit Kompositionen für Streichquartett hervorgetreten. Ein solches Arrangieren war zu dieser Zeit jedoch völlig legitim und fester Bestandteil der damaligen Musikkultur.