Franz Danzi wurde am 15. Juni 1763 in Schwetzingen geboren und starb am 13. April 1826 in Karlsruhe. Er stammte aus einer Musikerfamilie: Sein Vater Innocenz war Cellist der Mannheimer Hofkapelle, in der auch Franz zunächst als Cellist wirkte. Mit dem Hof kam er nach München, wo er ab 1798 Vizekapellmeister war. 1807 wurde er Hofkapellmeister in Stuttgart, 1812 in Karlsruhe. Als Komponist ist Danzi vor allem durch seine Bläserquintette bekannt geworden; mit Carl Maria von Weber verband ihn eine Freundschaft.
Sextett E-Dur (DWV 284) op.15 für 2 Violinen, Viola, Cello und 2 Hörner
Das Sextett erschien 1803 beim Münchner Verlag Max Falter als Opus 15 und fällt damit in Danzis Münchner Jahre. Bereits 1802 hatte Danzi dort ein Sextett für Oboe (oder Violine), 2 Violen, Cello und 2 Hörner op.10 veröffentlicht.
Anders als etwa in den Sextetten von Beethoven oder Peter von Winter (ROM 106 & 107) haben die Hörner im Sextett E-Dur keine solistischen Aufgaben. Für eine gepflegte Kammermusik – wenn möglich sogar auf originalen Instrumenten, also mit Inventionshörnern – ist das Werk eine reizvolle Aufgabe, die auch für Naturhorn-Amateure (im besten Sinne) gut zu bewältigen ist.