Martin-Joseph Mengal (1784–1851)
2 Fantasien für Horn und Klavier
Die Brüder Mengal werden in der Fachliteratur häufig verwechselt. Es gibt Martin-Joseph Mengal (1784–1851) und seinen jüngeren Bruder Jean Mengal (1796–1878); beide waren Hornisten von Rang. Sein jüngerer Bruder Jean erhielt in Paris beim Hornisten Domnich seine Ausbildung und gewann (ebenso wie sein Bruder im Jahr 1809) 1814 den 1. Preis des Pariser Conservatoire. Er war 1. Hornist an der Pariser Oper und komponierte für sein Instrument. Die Zuordnung einzelner Kompositionen zu einem der Brüder ist deswegen nicht immer eindeutig möglich.
Um das Jahr 1820 erschien das vorliegende Werk erstmals beim Pariser Verlag Naderman. Der Titel „Deux Fantaisies pour Piano et Cor, Composées et Dédiées à Madame la Baronne Seganville, par Mengal Aîné, De l’Orchestre de l’Opéra Buffa“ vermerkt, dass das Horn hier nicht ausschließlich solistisch zu sehen ist, sondern das Klavier ebenfalls begleitet.