Symphonie concertante F-Dur für Klarinette, Horn, Fagott und Orchester
Louis-Emmanuel Jadin wurde am 21. September 1768 in Versailles als Sohn des Musikers Jean B. Jadin geboren. Sein Vater war Violinist in der Hofkapelle von Versailles, zusammen mit seinem Bruder Georges Jadin, einem Fagottisten. Den ersten Musikunterricht erhielt Louis-Emmanuel bei seinem Vater und lernte Violine. Nach seiner Zeit als Musikpage am Hofe Ludwigs XVI. unterrichtete ihn sein Bruder Hyacinthe im Klavierspiel. 1789 wurde er zum zweiten, 1791 zum ersten Cembalisten am Théâtre de Monsieur ernannt. 1792 trat er als Musiker der Garde Nationale bei und komponierte zahlreiche patriotische Werke und Gedenkstücke für sie. Ab 1802 war er als Nachfolger seines Bruders Hyacinthe Professor für Klavier am Conservatoire in Paris. Diese Tätigkeit verband er mit der des Orchesterleiters am Théâtre Molière, die er seit 1796 ausübte.
Während der Restauration wurde er 1814 zum Knabenerzieher an der Chapelle royale ernannt. 1830 trat er in den Ruhestand und zog sich in die Nähe von Montfort-l’Amaury zurück.
Jadin war einer der herausragenden Geiger seiner Zeit und als Pianist ein gefragter Kammermusikpartner. Er starb am 11. April 1853 in Paris und hinterließ ein umfangreiches Werkverzeichnis mit zahlreichen Opern, Messen, Liedern, Instrumentalkonzerten und Kammermusikwerken für Bläser, Streicher und Klavier.
Zum Werk
Seine Simphonie Concertante in F-Dur erschien zwischen 1803 und 1805 beim Pariser Musikverlag Jean-Georges Sieber. Das Werk ist seinem Freund Eler gewidmet, anscheinend dem Klarinettisten des Stücks. Auf dem Druck ist außerdem vermerkt, dass der Hornist Frédéric Duvernoy (1765–1836; auf dem Druck „Duvernois“ geschrieben) und der Fagottist Delcambre das Werk aufgeführt haben. In dieser Edition wurde zusätzlich zur originalen Klarinettenstimme in C eine transponierte Stimme für die heute übliche B-Klarinette beigefügt.