Johann Georg Röllig wurde 1710 in Berggießhübel bei Pirna geboren. Seinen ersten Unterricht erhielt er beim Schulrektor Johann Balthasar Grellmann. Von 1727 bis 1735 besuchte er die Kreuzschule in Dresden. Auf Kosten und mit Förderung von Graf Brühl erhielt er dort Kompositionsunterricht bei Jan Dismas Zelenka und beim Kreuzkantor Theodor Christlieb Reinhold. Außerdem unterrichtete ihn Karl Hartwich, der spätere Zittauer Musikdirektor, auch im Klavierspiel. Als weitere Instrumente erlernte Röllig Violoncello und Orgel.
1735 begann er in Leipzig ein Theologiestudium. Dort hörte ihn Fürst Johann August von Anhalt-Zerbst auf der Orgel und auf dem Cello und nahm ihn mit nach Zerbst, wo er das Amt des Hoforganisten und Kammermusikers antrat. Später wurde er Vizekapellmeister und nach dem Tod von Johann Friedrich Fasch 1758 Kapellmeister in Zerbst. Er starb am 29. September 1790 in Zerbst.
Heute sind nur noch wenige Werke Röllig bekannt und werden gespielt. Dazu gehören seine beiden Hornkonzerte in Es- und D-Dur, die mehrfach auf CD eingespielt wurden. Sie sind als ROM 22 und ROM 23 in der Robert Ostermeyer Musikedition erschienen.
Sinfonia in D für 2 Oboen, 2 Hörner, 2 Violinen, Viola und Basso