Friedrich Ernst Fesca wurde am 15. Februar 1789 in Magdeburg geboren und erhielt seinen ersten Geigenunterricht von seinem Vater sowie dem Magdeburger Konzertmeister Lohse. Bereits als Elfjähriger trat er öffentlich als Konzertgeiger auf. Seine musikalische Ausbildung vertiefte er 1805 in Leipzig bei August Matthäi (Violine) und August Eberhard Müller (Komposition) und wurde bald darauf erster Geiger des Gewandhausorchesters. 1806 übernahm er die Stelle als Konzertmeister am Hof des Herzogs von Oldenburg, ab 1808 wirkte er als Solovioinist am Hof König Jérômes von Westphalen in Kassel. Nach dem Ende der französischen Besatzung 1814 ging Fesca über Wien nach Karlsruhe, wo er als Konzertmeister des Großherzogs von Baden bis zu seinem frühen Tod 1826 tätig war. Neben zahlreichen Streichquartetten, Sinfonien und zwei Opern hinterließ er auch mehrere Werke für Horn.
Potpourri op. 29 für Horn, 2 Violinen, Viola & Violoncello
Schon vor dem 1826 verlegten Andante & Rondo für Horn und Orchester op. 39 erschien beim Verlag Simrock als Opus 29 dieses „Potpourri“ für Horn mit Begleitung eines Streichquartetts. Sicher war auch dieses Werk einem Mitglied der Familie Schuncke zugedacht. Der Name „Potpourri“ bezeichnet dabei nur die etwas losere, durchgehende Satzfolge (Adagio, Allegretto, Andante, Allegretto, Polonaise). Nähere biografische Daten zu Fesca finden Sie hier. Das Werk ist noch für das Naturhorn komponiert.